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"SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE ABRECHNUNG VON PRAKTIKANTEN"

 

Die Lohn- und Gehaltsabrechnung von Praktikanten stellt selbst versierte Lohnbuchhalter und Lohnbuchhalterinnen vor große Herausforderungen. Während die Berechnung von Lohnsteuer recht einfach ist, richtet sich die sozialversicherungsrechtliche Einordnung danach, ob das Praktikum entweder als Berufsausbildung zu sehen ist, in eine Schul-, Fachschulausbildung integriert ist oder Teil eines Studiums ist. Findet das Praktikum außerhalb der Schulausbildung oder vor bzw. nach dem Studium statt, sind die Regelungen anzuwenden, die für jeden Arbeitnehmer gelten. Daneben gibt es aber noch zahlreiche Sonderfälle, wie beispielsweise ein duales Studium, ein freiwilliges Praktikum während des Studiums oder aber die Fortsetzung eines vorgeschriebenen Zwischenpraktikums über die vorgeschriebene Praktikumszeit hinaus.

 

Daneben Praktika von Fachoberschülern oder aber das so genannte gelenkte Praktikum zur Erlangung der Fachhochschulreife. Das von Steuerberater Peter Diederich erstellte Schaubild möchte einen Überblick über die richtige Abrechnung in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht geben und den für Sie anzuwendenden Fall möglichst plausibel darstellen.

 

Besonderheiten ergeben sich noch hinsichtlich der Beitragsberechnung nämlich für die Fälle, bei denen Arbeitsentgelt gezahlt wird oder nicht. Wird etwa der Beitrag nach 1% der monatlichen Bezugsgröße berechnet, wenn kein Arbeitsentgelt gezahlt wird und trotzdem Krankenversicherungspflicht besteht. Und auch für die Meldungen beim Beginn oder Ende des Praktikums ergeben sich unterschiedliche Meldetatbestände. Interessant ist auch, dass selbst innerhalb der verschiedenen Sozialversicherungszweige wie Kranken und Pflegeversicherung auf der einen Seite und Renten- und Arbeitslosenversicherung auf der anderen Seite Praktika unterschiedlich gehandhabt werden: so kann es sein, dass ein Praktikant krankenversicherungsfrei und trotzdem rentenversicherungspflichtig abgerechnet werden muss. Aber sehen Sie selbst: 

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"SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE ABRECHNUNG VON PRAKTIKANTEN"
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WIR SUCHEN AB SOFORT:

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Wir suchen ab sofort einen zuverlässigen, engagierten Steuerfachwirt mit Freude an der Tätigkeit, für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen. Das Aufgabengebiet umfasst des Weiteren die selbstständige Betreuung der zugewiesenen Mandanten, Korrespondenz mit Behörden und Mandanten, sowie die Prüfung von Steuerbescheiden. Wir pflegen direkte und verbindliche Kommunikation. Außerdem bieten wir Ihnen einen modernen Arbeitsplatz. Es wartet ein motiviertes Team.



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Das Berufsbild des Steuerberaters ist eigenverantwortlich und kollegial geprägt. Zukünftig wird  wegen der zunehmenden Komplexität der Aufgaben die Fähigkeit zu erfolgsorientierter und partnerschaftlicher Zusammenarbeit entscheidend sein. Das Berufsbild hat sich in der Vergangenheit stark gewandelt und unterliegt auch zukünftig starken Veränderungen. Wir gehen offensiv in diese Veränderungen hinein und legen extrem hohen Wert auf Kreativität, Verbindlichkeit, Werte- und Erfolgsorientierung. Wir suchen junge Kollegen, die sich erfolgsabhängig einbringen möchten und eine Existenz aufbauen möchten oder aber ältere Kollegen für den partnerschaftlichen Austausch und fallorientierte Bearbeitungsweise. Für eine Bewerbung ist die persönliche Übereinstimmung mit unseren Unternehmenswerten entscheidend. 



Neuer blog eintrag:

4 EIGENSCHAFTEN CHRISTLICHER UNTERNEHMENSKULTUR

Der Grundsatz der zweiten Meile betrifft die Art und Weise, wie wir mit Menschen und Aufgaben umgehen. Wenn eine Bitte, eine Erwartung, ein Beratungsauftrag oder auch Kollegen an uns herantreten, die einfach nur unsere Hilfe benötigen. Wir nehmen die Anliegen und Bitten grundsätzlich sehr ernst und bemühen uns, zur Lösung und Beantwortung, zur Bearbeitung und Erledigung grundsätzlich mehr aufzuwenden, als von uns erwartet wird. Wir denken, dass nur dann unser Gegenüber wirklich erkennt, dass wir seine Anliegen ernst nehmen...



DAS NEUE ABRECHNUNGSSYSTEM FÜR SEELSORGER, BERATER & Therapeuten

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Wir helfen gerne.



Gratulation zur bestandenen prüfung

Wir als Team des Steuerbüro Diederich gratulieren Frau Sommer ganz herzlich zur erfolgreich bestandenen Fortbildungsprüfung „Fachassistentin Lohn & Gehalt“.

 

Frau Sommer hat in den letzten 3 Jahren die Schulbank gedrückt und sich in den Bereichen Sozialversicherungsrecht, Steuerrecht, vor allem Lohn- und Einkommensteuer und Arbeitsrecht enorme Fachkenntnis angeeignet.

 

Die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung ist ein zentrales Aufgabenfeld der Steuerkanzlei und äußerst anspruchsvoll, da nicht nur die richtige Abrechnung des Gehaltes, das der Arbeitnehmer am Ende des Monats auf sein Konto überwiesen bekommt, sondern auch die korrekte Berechnung der Abgaben, Lohnsteuer und Sozialversicherung, gerade für den Arbeitgeber von zentraler Bedeutung ist.

 

Es geht in der laufenden Beratung darum, ein ausgewogenes Verhältnis einerseits zwischen der sozialen Absicherung des Arbeitnehmers, andererseits aber auch eine möglichst geringe Abgabenbelastung der ausgezahlten Gehälter zu erreichen und so zu einem guten Verhältnis zwischen Abgabenbelastung und ausgezahlten Löhnen zu gelangen.

 

Das ist häufig ein Drahtseilakt, da viele Fragen vom Gesetzgeber einfach nicht pragmatisch, sondern rein bürokratisch ausgestaltet sind. So führt etwa die Beschäftigung von Aushilfen, Fragen des Mindestlohnes - etwa welche Lohnbestandteile gehören dazu oder nicht, wer unterliegt den Mindestlohnanforderungen - aber auch die Beauftragung von Subunternehmern häufig zu Risiken, die selbst in der Beratung kaum abzugrenzen sind.

 

Man greift zu verbindlichen Auskünften, etwa die Statusfeststellungsprüfung bei freiberuflich Tätigen zur Frage der Scheinselbständigkeit, was zu Verzögerungen und letztendlich zum Erlahmen der Wirtschaft durch Bürokratie führt.

 

In alledem den Überblick zu wahren, ein guter Ratgeber zu sein, Unternehmer zu entlasten und zu Rechtssicherheit zu führen ist unser Anspruch, den Frau Sommer in unserer Kanzlei bestens erfüllt. Sie ist ein gern angesprochener erster Ansprechpartner für unser breites Mandatsspektrum aus dem unternehmerischen Bereich.

 

Darüber hinaus ist Frau Sommer Ansprechpartnerin für gemeinnützige Betriebe und Non-Profit-Organisationen, die neben den gewerblichen und freiberuflichen Unternehmen einen weiteren Schwerpunkt unserer Kanzlei darstellen.

 

 

Frau Sommer beschäftigt sich mit den Fragen zur Anstellung von Gesellschafter-Geschäftsführern bei gewerblichen GmbH`s, GmbH & Co. KG`s und Unternehmergesellschaften (Haftungsbeschränkt), so genannte UG. Nebenbei haben wir auch die Vorteile der gemeinnützigen GmbH bzw. UG in unser Portfolio mit eingebaut. 

 


verstärkung in unserem Team

Wir begrüßen Anna Geilhausen als neue Auszubildende in unserem Team. Seit Anfang des Jahres verstärkt sie uns im Büro und ist schon jetzt eine große Bereicherung. Hier gibt es ein kleines Interview zum nachlesen:

 

WARUM HAST DU DICH FÜR EINE AUSBILDUNG ZUM STEUERFACHANGESTELLTEN ENTSCHIEDEN?

Ich habe mich für eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten entschieden, weil ich Spaß an organisatorischen und verwaltungstechnischen Arbeiten habe. Der Beruf verbindet sorgfältiges und selbständiges Arbeiten mit direktem Mandantenkontakt, was mir sehr gefällt.Die Freude am Umgang mit Zahlen hat mich auch schon in der Schulzeit begleitet und so habe ich Mathe als Abiturfach gewählt. Ich finde es spannend, dass durch ständige Gesetzesänderungen der Beruf ein fortlaufender Lernprozess ist. Man lernt nie aus!

 

BESCHREIBE DICH MIT 3 ADJEKTIVEN:

Freundlich, teamfähig, hilfsbereit 

 

WAS FINDEST DU BIS JETZT SUPER SPANNEND IM BÜRO IN DEINER AUSBILDUNG?

Ich durfte Peter Diederich und Monika Ruhrmann zu einem Termin bei der Steuerfahndung in Oldenburg bezüglich einer unserer Mandanten begleiten. Vor dem Termin wurde ich über den speziellen Fall informiert, sodass ich vor Ort alles nachvollziehen konnte. Es war super spannend bei dem Verhandlungsgespräch dabei zu sein und zu erleben, wie so ein Termin abläuft. 

 

WAS HÄTTEST DU VOR DEINER AUSBILDUNG SO NICHT ERWARTET?

Ich hätte nicht erwartet, dass das Thema Digitalisierung in diesem Beruf so ein großes Thema darstellt. Es ist interessant zu sehen, wie durch digitales arbeiten viele Arbeitsprozesse vereinfacht werden. Unser Büro ist stets bemüht wirklich alles zu digitalisieren und ich bin gespannt was diesbezüglich in der Zukunft noch auf mich zukommen wird!

 

WAS SIND DEINE PERSÖNLICHEN LEIDENSCHAFTEN?

Meine persönliche Leidenschaft waren schon immer die Pferde. Die Zeit mit den Pferden bietet einen tollen Ausgleich zur täglichen Arbeit im Büro. Ehrlich gesagt konnte ich mir früher niemals vorstellen einen Bürojob auszuüben und wollte unbedingt auch im Beruf mit Pferden oder generell mit Tieren zu tun haben. Nun bin ich aber super zufrieden mit meiner Ausbildung und fühle mich total wohl in unserem Team. Ich bin froh, dass ich mein Hobby und die Arbeit getrennt habe und diesen Weg eingeschlagen habe!

 


BUCHHALTUNG VON PFLEGEHEIMEN

11.01.2019


Pflegestärkungsgesetz

Seit Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 kommen unterschiedliche neue Herausforderungen auf uns zu. Neben Anpassung von Kontenrahmen, Einrichtung neuer Sachkonten, Beachtung veränderter und neuer Buchungsroutinen, insbesondere auch zur Vorbereitung der Verhandlung neuer Pflegesätze, setzen wir auch zunehmend erfolgreich die Verbindung von Pflegeheim-Abrechnungssoftware mit unserer Buchhaltung um.

 

Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste

Alten- und Pflegeheime haben mitunter etwa 15-20 Buchungen pro Pflegeplatz. Selbst bei kleineren Heimen mit etwa 50 Pflegeplätzen sind das etwa 1.000 Buchungen pro Monat, nur im Bereich Rechnungsausgang.

 

Viele Buchungen

Rechnungen werden an den Bewohner des Heimes selbst, an Leistungsträger und Sozialhilfeträger gestellt, aber auch andere abtretende Stellen wie zum Beispiel Rentenversicherungen. Der Pflegesatz selbst setzt sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen, etwa Kosten für die Pflegeleistungen, Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten. Das alles muss fachgerecht verbucht werden und zwar möglichst kostengünstig.

 

Kleinere Einrichtungen

Gerade kleinere Einrichtungen stehen hier häufig vor scheinbar unlösbaren Herausforderungen. Hinzu kommen neue Vorgaben der Finanzverwaltung, wie etwa das Belegwesen, die Abrechnung und die Aufbewahrung, aber auch die zeitnahe Verarbeitung der Buchhaltung zu erfolgen hat. Mittlerweile setzt man schriftliche Verfahrensanweisungen für die Abläufe der Buchhaltung voraus.

 

Urlaubs- und Krankheitsvertretungen

Wir unterstützen unsere Mandanten hier an unterschiedlichen Stellen im Rechnungswesen und orientieren uns dabei an den Abläufen, die der Mandant kennt und praktiziert. Wir sind auch in der Lage, einen so genannten „back-up“ Service zu bieten. Durch unsere Kenntnis der Software, die der Mandant selbst einsetzt (etwa IBAS Heim, Dan Produkte, Medifox, Vivendi, Curasoft, Optadata usw.), sind wir in der Lage, Krankheitsvertretung und Urlaubsvertretungen zu organisieren.

 

Kosteneinsparungen möglich

Als Steuerbüro sind wir permanent professionell und personell strukturiert.

Wir organisieren und richten ein Schnittstellen vom Abrechnungssystem zur Buchhaltungssoftware, damit Arbeitsabläufe optimiert werden. So konnte in einem soeben erfolgreich abgeschlossenen Projekt die Abrechnung komplett monatlich in die Buchhaltung eingespielt werden. Das spart dem Unternehmen monatlich etwa 5-15 Stunden, die für andere Tätigkeiten verwendet werden können.

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digitalisierung


Seit etwa ein und halb Jahren sind wir verstärkt damit beschäftigt, unsere Mandanten mit dem wohl bekannten Thema "Digitalisierung" vertraut zu machen. Diese werden von unserem Team auch in jeglicher Hinsicht, sowohl im Bereich der Umstellung auf unsere digitale Tools und Anwendungen, als auch in der Übergangs- und Einarbeitungszeit, betreut. Unser Ziel ist es unsere Arbeit komplett papierlos zu machen. Natürlich bedeutet das für uns einmalig viel Arbeit.  

 

 

Welche Tools bieten wir an?

Wie viele Mandanten nutzen die Tools?

Was sind die Erfahrungen der Mandanten?

Was sind die Vorteile auf digital zu wechseln?



von der verwaltung zum unternehmen


Wir gratulieren unserer Mitarbeiterin Maria Enns zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums Bachelor of Arts in Steuerrecht. In unserem Interview spricht sie über das spannende und aktuelle Thema ihrer Abschlussarbeit: "Von der Verwaltung zum Unternehmen - neue umsatzsteuerliche Rahmenbedingungen im Bereich öffentlich-rechtlicher Körperschaften". 

 

1. Wieso hast du dir das Thema ausgesucht?

Das Thema habe ich mir auf der einen Seite durch die Wichtigkeit und Aktualität ausgesucht und auf der anderen Seite, weil Umsatzsteuer mein "Lieblingsrechtsgebiet" ist. 

Interessant ist, dass durch einen Paragraphen das komplette System aller juristischen Personen des öffentlichen Rechts umgeschmissen und neu gedacht wird  bzw gedacht werden muss. 

Da im Rahmen einer Bachelorarbeit eine theoretische Auseinandersetzung eines speziellen Rechtsgebiets bzw eines speziellen Problems erfolgen muss, ergab sich die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit der neuen Umsatzbesteuerung von juristischen Personen des öffentlichen Rechts und deren Rechtsfolgen sowie Ausmaße.

 

2. Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle Rechtsgebilde, die in Form einer juristischen Person des öffentlichen Rechts agieren.

 

3. Was sind die neuen Rahmenbedigungen?

Die neuen Rahmenbedingungen werden durch § 2b UStG abgesteckt. Um es ganz einfach auszudrücken sind erstmals alle Handlungen der juristischen Person auf Hoheitlichkeit zu überprüfen. Alle Tätigkeiten, die aufgrund einer zivilrechtlichen Grundlage ausgeführt werden, müssen direkt nach den allgemeinen Bedingungen des Umsatzsteuergesetzes versteuert werden. Für diese Tätigkeiten gibt es keine Sonderregelung. 

Üben sie hingegen hoheitlichen Tätigkeiten aus und deren Nichtbesteuerung führt nicht zu einer größeren Wettbewerbsverzerrung, dann ist die juristische Person nicht als Unternehmer zu sehen, d.h. die Tätigkeiten sind nicht steuerbar. 

In den weiteren Absätzen des § 2b UStG erfolgen dann nähere Erläuterungen. In Absatz 2 wird das Nichtvorliegen einer Wettbewerbsverzerrung konkretisiert, d.h. es erfolgt eine Anlehnung an die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Diese besagt, dass Umsätze nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen sind, wenn sie 17.500 € nicht übersteigen. Dies ist bei der juristischen Person auf gleichartige Tätigkeiten anzuwenden. Folglich handelt es sich nach Absatz 2 nicht um eine größere Wettbewerbsverzerrung, wenn der juristischen Person aus gleichartigen Tätigkeiten weniger als 17.500 € Umsatz  zufließen. Ein weiterer Aspekt ist, dass diejenigen Tätigkeiten zu keiner größeren Wettbewerbsverzerrung führen, die unter privatrechtlichen Bedingungen nach § 4 ff. UStG von der Umsatzsteuer befreit sind. 

In Absatz 3 werden diejenigen Tätigkeiten zwischen juristischen Personen des öffentlichen Rechts beschrieben, die nicht zu einer größeren Wettbewerbsverzerrung führen.

Hier sind 2 Voraussetzungen zu prüfen. Erstmals ist zu prüfen, ob diese Tätigkeiten gesetzlich  nur von juristischen Personen ausgeführt werden können. Ist diese Voraussetzung zu bejahen, kann das Vorliegen einer Wettbewerbsverzerrung ausgeschloßen werden. 

Außerdem ist im zweiten Schritt zu prüfen, ob die Tätigkeit durch "gemeinsame spezifische öffentliche Interessen" bestimmt ist. Dies ist dann durch die untergeordneten Voraussetzungen a)-d) näher erläutert. 

In Absatz 4 sind diejenigen Katalogtätigkeiten genannt, die stets zu einer Unternehmereigenschaft führen.

 

4. Was ist die Lösung? 

Das ist eine gewagte Frage. Die Lösung ist sicherlich theoretisch wesentlich einfacher, als in der praktischen Umsetzung. Für mich ist die Lösung ein "Tax Compliance Management Sytem". Das ist eine Art innerbetriebliches Kontrollsystem. Alle Regeln und Tätigkeiten sind innerhalb dieses Systems enthalten und so könnten dann die Bereiche auf deren Rechtsgrundlage systematisch untersucht werden und eine Umstrukturierung erfolgen. Dies muss von der Behördenspitze erfolgen, damit es auch konsequent in alle Bereiche umgesetzt wird. Letztlich kann durch das Tax Compliance Management ein Qualitätsmanagement und auch eine Steuerabteilung in der jeweiligen Einrichtung der juristischen Person des öffentlichen Rechts eingerichtet werden und somit steuerliche Fragen und Problemstellungen gesetzlich korrekt aber dennoch optimal lösen.

 

5. Mit welcher Frage hast du in deiner mündlichen Prüfung nicht gerechnet?

 

In meiner mündlichen Frage wurde mir eine Frage zum Vorsteuerabzug gestellt. Die Frage lautete :" Kann ein Vorsteuerabzug erfolgen, wenn im Zeitpunkt der Anschaffung keine Vorsteuer gezogen werden durfte, sich allerdings nachträglich herausstellt, dass die Anschaffung nun mit einem umsatzsteuerpflichtigen Umsatz zusammenhängt?!" Diese Frage stellte auf § 15a UStG ab, der die Berichtigung des Vorsteuerabzugs thematisiert. Folglich ist der Vorsteuerabzug möglich, wenn sich innerhalb von fünf Jahren diese Verhältnisse ändern und die Anschaffung nun mit einem umsatzsteuerpflichtigen Umsatz zusammenhängt. In diesem Fall kann die Vorsteuer rückwirkend korrigiert werden. 

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STARKER PARTNER

Wir gehören zu den Starken Partnern der Band "Koenige & Priester" und dürfen ihre Nord (Hannover, Tostedt, Bremen), sowie Ost Tour (Dresden, Zwickau) supporten. Wir lieben nicht nur ihre Musik, den Sound und die ermutigenden Texte, sondern schätzen auch ihr Herz für soziales Engagement mit Jugendlichen in Deutschland. Wer direkt in die Musik von Koenige & Priester hinein hören möchte, kann das auf iTunes, Amazon oder Spotify tun. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.